ich kannte mal einen

ich kannte mal einen. er fuhr motorrad. er sagte: richtig schön ist es nur mit dir. er meinte das motorradfahren. ich sagte: ruf mich an. aber er rief mich nicht an. irgendwann traf ich ihn. seine augen leuchteten. sein mund hüpfte aufgeregt um seine finger. er war ganz außer sich vor freude, weil er mich wiedersah. warum hast du nicht angerufen? fragte ich. und er sagte: das telefon verändert die seele des menschen, so wie ein rock die beine einer frau.

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12 Gedanken zu “ich kannte mal einen

      1. Und Glückwunsch für die Mitherausgabe des „Gedicht“ 2014. Vielleicht sehen wir uns auf dem Jahnplatz, sonst ganz bestimmt im November in der Bürgerwache.

  1. wahre worte 😉 – ich hab selbst solche bekanntschaften mit denen ich lieber schriftlich „verkehre“ und wo ich mich riesig freue sie so richtig in natura zu treffen.

    danke für den schönen text am morgen!!!

  2. Das Telefon verändert die Seele, weil man ohne Augen reden kann, und diese Erkenntnis irritierend ist – anfangs. Und der Rock verändert die Beine einer Frau, weil sie beim Gehen zwischen geschlossenen Beinen und wippendem Hintern hin- und her-entscheiden muss. Das verändert ihren Gang.

    (Diesen Kommentar habe ich heute morgen um 7 Uhr geschrieben und hatte vergessen, ihn abzusenden. Ich fand ihn da schon komisch. Und jetzt erst recht. Aber ich schicke ihn jetzt trotzdem einfach ab!)

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