28. April

56 % der Jugendlichen in Spanien sind arbeitslos. Was für eine Generation wächst da heran, der von Anfang an die Teilhabe verwehrt wird? Denen man signalisiert; euch braucht niemand. Was ist aus democracia real ya geworden? Aus den Camps, in denen nicht nur demonstriert, sondern aktiv nach Lösungen gesucht wurde?

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10 Gedanken zu “28. April

  1. aber vielleicht müssen wir (erwerbs)arbeit und teilhabe entkoppeln. mit der arbeit verliert man ja nicht seine demokratischen rechte, und die masse der konsumierbaren produkte wird auch nicht weniger. d.h. es ist weiterhin genug vorhanden, damit die menschen sich nähren, kleiden und wohnen können. wir haben also eine große mänge „überschüssiger“ kraft. demokratie hieße doch, diese kraft zu nutzen.

    1. Teilhabe an einer demokratischen, freien Gesellschaft bedeutet (für mich) aber auch ein gewisses Maß an Unabhängigkeit, die Möglichkeit, dass junge Menschen sich eine eigene Wohnung leisten können z.B., das ist leider nach wie vor an Erwerbsarbeit gekoppelt.
      Aber ich gebe Dir Recht, genau an dem Punkt sollte das Nachdenken ansetzen, statt weiter rigide auf Wirtschaftswachstum und Konjunktur zu setzen. Das war ja das, was mich damals bei der spanischen Bewegung so mit Hoffnung erfüllt hat, dass da die Menschen genau diese „überschüssige Kraft“ von der Du sprichst, zu nutzen versucht haben.

      1. Gebe dir vollkommen recht, bin aber eher skeptisch, was den großen Knall angeht… Weil schon längst fällig – und immer noch nicht da…

  2. das ewige Wachstum gibt es nicht, aber es gibt genügend Ressourcen und Reichtum, um z.B. ein Grundeinkommen für jeden zu ermöglichen, damit wäre wenigstens die Unabhängigkeit gewahrt und würden Räume für Selbstverwirklichung und neue Ideen entstehen.
    Ja, umdenken ist nötig, nur scheinen dies PolitikerInnen nicht gelernt zu haben und das macht immer wieder ziemlich wütend, aber auch ratlos. Denn was passiert wirklich mit all den vielen arbeitslosen Jugendlichen? Züchten wir nur noch Elite? Wird in Kauf genommen, dass die, die durch die Maschen dieses gnadenlosen Systems fallen, dass sie abrutschen, kriminell werden, in den Drogensumpf geraten?

    was machen Menschen, die jeglicher Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben schon in jungen Jahren beraubt werden? viele Fragen …
    herzliche Grüße Ulli

    1. Die Resourcen wären z.B. die Gedanken, die Ideen dieser jungen Menschen, die noch nicht im Sumpf des „Machbaren“ stecken, die Utopien entwickeln könnten, aber wer hört ihnen schon zu?

      1. ich denke, dass wir alle im Umdenkungsprozess gefragt sind, die Jungen, die Mittleren und die Alten- gerade komme ich von einem Treffen, bei dem drei Generationen absolut gleichberechtigt miteinander waren und dann spüre ich es wieder: JA, DAS ist der Weg … und das ist er, eben ein Weg, der sich nicht an schnellen Erfolgen orientiert- Wandel braucht eben Zeit-

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