Halb acht am morgen

Der Tag ist
Mit all seiner erhabenen Verdrießlichkeit
Erwacht

Mütter schieben ihre Kinder
Wie einen folgenreichen Gedanken
Vor sich her

Die Straßen bevölkern sich
Der Himmel bleibt leer
Die gleißende Selbstverständlichkeit
Eines gebrochenen Versprechens
Trennt das Abstrakte vom Konkreten

Der Scheidepunkt wird sichtbar
Der Moment von dem an
Alles gleich bleibt
Und nur noch
Die Zeit
Vergeht

Ein Bewegen der Blätter
Bevor der Baum
Sie verbrennt

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6 Gedanken zu “Halb acht am morgen

  1. Der melancholische Unterton dieses Gesangs lässt Resignation anklingen. Selbst, als ein Objekt in den „besten Jahren“, bleibt mir noch, den Stuhl in den Hinterhof zu schieben, Kaffee zu trinken und auf eine rieselnde Sanduhr zu starren. Gut, das Leben verspricht ganz einfach zu viel, wie ein millionenschwerer Werbespot für irgendeinen Fastfooddreck für 99 Cents. Klar, warum es das tut…

      1. Nein, damit wir das Leben hoffnungsvoll weiterreichen an die nächste Generation melancholischer Sängerinnen und Sänger. Denke ich.

  2. gestern auf der autobahn nach berlin dieses gefühl: wir stehen eigentlich, nur die landschaft fliegt an uns vorbei.
    nicht die zeit vergeht.
    was bleibt?
    jetzt – nicht messbar.

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