22. April

Vor einigen Tagen war ich nach langer Zeit wieder in einer Buchhandlung. Eine Freundin von mir hatte Geburtstag, und ich wollte ein Geschenk besorgen. Naturgemäß bin ich eine Menge Geld los geworden. Nicht so sehr für das Geschenk, als vielmehr dafür, dass ich nicht an mich halten konnte, einige der ausliegenden Bände dann doch mitzunehmen, obwohl ich doch immerzu mit frischen Rezensionsexemplaren versorgt werde.

Die Bücher, die ich dann also mit schlechtem Gewissen und großer Vorfreude gekauft habe, waren auch durchaus auf der Rezensionsliste. Aber es gibt Bücher, vor denen habe ich einen zu großen Respekt, als dass ich mir zutrauen würde, sie rezensieren zu können. So kann ich sie dann jetzt immer wieder zwischendurch genießen, ohne darüber schreiben zu müssen. Schon gar nicht möglichst „professionell“, sondern ich habe mir das volle Recht erkauft, einfach nur hingerissen zu sein, mich völlig überwältigen zu lassen.

Ich weiß also noch gar nicht, ob ich darüber überhaupt etwas schreiben will und werde. Aber eines der Bücher: „Die eigene Rede des anderen“, Dichter über Dichter der Zeitschrift Die Horen ist sehr anschaulich und schön auf Planet Lyrik präsentiert, mit Textausschnitten und einer Auswahl an Rezensionen. Wer Lust hat, kann das hier nachlesen.

8 Gedanken zu “22. April

  1. deine buchhandlungsleidenschaft kenn ich soo gut. und dass danach der geldbeutel schmäler ist, auch. ich halte mich zurzeit darum vor allem an büchereien … 🙂
    gespannt auf weitere buchberichte!

    1. Meine Lieblingsbuchhandlung ist ja leider seit einigen Jahren geschlossen. Von daher fällt es mir nicht mehr ganz so schwer, mich fernzuhalten, zumal ja beinah wöchentlich Rezensionslieferungen eintreffen.
      Bücherreien versuche ich ebenfalls zu meiden, weil ich sonst in den ganzen ungelesenen Büchern vollends untergehe…

  2. Ja, das ist doch ein schöner Luxus: zu lesen aus reiner Freude am Lesen, ohne Verpflichtung.
    Bücher zu besitzen und diesen Besitz durch Zukäufe, Zuschenkungen und auch durch wohlüberlegte Reduzierung stetig weiter zu bebasteln – ein beinah schöpferischer, dem Sein sich annähernder, Umgang mit dem Haben.

  3. Ich verstehe, was du meinst. Während meines Studiums habe ich gemerkt, wie es mir immer weniger gelingt, Bücher zu genießen, sondern sie nur noch in all ihre kleinen Einzelteile zu zerpflücken und sie dann nach und nach in den Mistkübel zu werfen.
    Erst jetzt, nachdem ich fertig bin und die Freiheit habe zu lesen was ich will, lerne ich schön langsam wieder, das Lesen zu genießen. Es ist ein langwieriger Prozess.

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