22. April

Vor einigen Tagen war ich nach langer Zeit wieder in einer Buchhandlung. Eine Freundin von mir hatte Geburtstag, und ich wollte ein Geschenk besorgen. Naturgemäß bin ich eine Menge Geld los geworden. Nicht so sehr für das Geschenk, als vielmehr dafür, dass ich nicht an mich halten konnte, einige der ausliegenden Bände dann doch mitzunehmen, obwohl ich doch immerzu mit frischen Rezensionsexemplaren versorgt werde.

Die Bücher, die ich dann also mit schlechtem Gewissen und großer Vorfreude gekauft habe, waren auch durchaus auf der Rezensionsliste. Aber es gibt Bücher, vor denen habe ich einen zu großen Respekt, als dass ich mir zutrauen würde, sie rezensieren zu können. So kann ich sie dann jetzt immer wieder zwischendurch genießen, ohne darüber schreiben zu müssen. Schon gar nicht möglichst „professionell“, sondern ich habe mir das volle Recht erkauft, einfach nur hingerissen zu sein, mich völlig überwältigen zu lassen.

Ich weiß also noch gar nicht, ob ich darüber überhaupt etwas schreiben will und werde. Aber eines der Bücher: „Die eigene Rede des anderen“, Dichter über Dichter der Zeitschrift Die Horen ist sehr anschaulich und schön auf Planet Lyrik präsentiert, mit Textausschnitten und einer Auswahl an Rezensionen. Wer Lust hat, kann das hier nachlesen.