Lokomotive

Lokomotive
Lokomotive

Ich dachte an ein Kartenspiel vor vielen Jahren. Vor so vielen Jahren, dass ich mir nicht einmal sicher war, ob ich mich an etwas erinnerte, das ich erlebt hatte, oder ob ich mich nur an einen Traum, oder an eine Vorstellung erinnerte. Es ließ sich ohnehin auf ein einziges Wort reduzieren: Lokomotive.

Als ich das Mädchen, das nachmittagelang auf mich aufpasste, fragte, was das Wort bedeutet, sagte sie, um einen Spaß zu machen, oder vielleicht auch, weil sie selbst es glaubte: „Der Ort, wo die Motive her kommen, als die Gründe, warum man etwas tut.“

Was ich so verstand, dass es die Heimat der Wünsche war. So etwas, wie eine nicht ganz so grazile und bewegliche Fee. Das männliche Gegenstück vielleicht.

16 Gedanken zu “Lokomotive

  1. Dieses Mädchen…………was ist aus ihr geworden?
    Mir fiel gleich eine Geschichte ein, die in vielen Lesebüchern stand, ich weiß nicht mehr, von wem…Jedenfalls hatte da jemand eine Lok in der Garage und wollte die nie mehr hergeben…
    Gruß von Sonja

  2. Ich muss natürlich wieder sofort an meinen Sohn und seine Züge bzw. seinen Zug denken 🙂 Dieser, sein Zug, ist nämlich genau das: Der Ort all seiner Wünsche (und dort gibt es alles angefangen mit sämtlichen Süßigkeiten über rotglänzende Papageien bis hin zu Hochspannungsleitungen die man anfassen und giftige Pilze, die man essen kann…)

    Sehr schön geschrieben, danke!

    Lg Ute

    1. Herzlichen Dank, Ute, für diese schöne Geschichte aus dem „wahren“ Leben. Das finde ich ganz bezaubernd, dass es mit Deinem Sohn und seinem Zug ein reales Gegenstück zu dieser Geschichte gibt!
      Herzlich m.

      1. Es ist auch eigentlich wirklich bezaubern – manchmal aber auch ein bisschen schwierig, denn in jeder Geschichte, die ihm erzählt oder vorgelesen wird, muss dieser Zug vorkommen damit er selig schlafen kann. Ob es jetzt eine erfundene Zuggeschichte, ein Kinderroman oder ein klassisches Märchen ist…. 😉

        Herzliche Grüße Ute

  3. was für eine phantasievolle antwort sie dir, in ihrer vermutlichen unbedarf- oder unwissenheit?, gegeben hat. schön.

    und mir gefällt auch das bild sehr gut. wenn du magst, könntest du einige bahnhof-bilder zum aktuellen pixartix-zyklus „strassen und wege“ (http://pixartix.wordpress.com/) beisteuern … was meinst du dazu? bei interesse mail einfach. wär schön.

    herzlich, soso

    1. Ich mag das einfach immer wieder, die Worte ganz wörtlich zu nehmen, mit einer kindlichen Naivität alles für das zu nehmen, was es sagt, manchmal kommen dann schöne Dinge dabei heraus.
      Und Danke für Dein Angebot. Ich schreibe Dir dann…
      Herzlich m.

      1. Oh, ich kann diesen Winter (dieses Frühjahr!) gar nicht genug vom Winter kriegen 🙂 Freue mich über jedes, noch so winzige Flöckchen, das hier oben bei uns auf dem Berg zum Glück noch etwas häufiger herumschwebt, als sonstwo in der Republik. Aber das Rot bleibt trotzdem ganz gar traumhaft… Genau wie der tolle Mützenfalterinnen-Preis!!! Das kann man ja ruhig noch ein paar Mal freudestrahlend am Rande bemerken – oder nicht? 8D

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