02. März

M. sucht nach einem Ferienhaus in Portugal, draußen scheint nach einer sehr langen Durststrecke wieder die Sonne und P. hat gestern Kunst nach Hause gebracht, die ich heute freundlicherweise zum Teil präsentieren darf.

Das sind die guten Nachrichten, die schlechten sind, dass sich alle Welt für Lebensmittelskandale und Papstrücktritt interessiert, aber scheinbar niemand für die Menschen, die aus den Krisengebieten in Syrien und Mali und anderswo nach einem Ort suchen, an dem sie und ihre Kinder überleben und vielleicht sogar leben könnten.

Landschaft

Danke für das Bild, P.!

14 Gedanken zu “02. März

  1. Das sind die guten Nachrichten, die schlechten sind, dass sich alle Welt für Lebensmittelskandale und Papstrücktritt interessiert, aber scheinbar niemand für die Menschen, die aus den Krisengebieten in Syrien und Mali und anderswo nach einem Ort suchen, an dem sie und ihre Kinder überleben und vielleicht sogar leben könnten.

    wenn du mit alle Welt die Journalisten , Medien meinst könnte es so wirken, aber ich bin mir bei deiner Aussage nicht sicher…

    1. Stimmt. Ich meine nicht ausschließlich die Journalisten und Medien. Leider habe ich das in den letzten Tagen so erlebt, dass die Menschen sich verrückt machen, wegen verseuchtem Mais und Pferdefleisch, auch der Papst ist überall und immer wieder Thema gewesen, in Bezug auf Syrien herrscht da sehr viel weniger Interesse.

  2. ah, portugal! da wünsch ich mal gute findung und freu mich mit.

    vielleicht sind es die viel mehr menschen als du denkst, denen papstwahl und co. in wirklichkeit voll am a… vorbei gehen. mir zum beispiel.

    papst – was war das gleich noch? etwas zum essen?

    1. Ja, hier im Netz, wo wir uns unsere Gesprächspartner wählen können, ist es nicht so arg. Aber draußen in der realen Welt, wo die Mischung so ganz anders ist, da gestalten sich die Dinge häufig anders…

  3. Die Menschen beschäftigen sich [i.d.R.] mit dem, was die Medien in unserem Bewusstsein aufrechterhalten. Das wird auch immer so bleiben und ist Teil der politischen Maschinerie. Ansonsten würden wir uns zu schnell ablenken lassen und unbequeme Fragen stellen.

    1. Sherry, Du wirst lachen, nicht darüber dass Du mir aus dem Herzen sprichst, aber darüber, dass ich genau das gerade ergänzen wollte, dass die Medien einerseits Meinung machen, spätestens seit der französischen Revolution, und zweitens, dass sich viele Medien durchaus auch an den Interessen ihrer Leser (wohlgemerkt der Mehrheit der Leser) orientieren, wenn es um Wahl und Aufbereitung der Themen geht.

      1. … und die Mehrheit interessiert sich vor allem für das, was ihr näher zu liegen scheint. Etwas, das vielleicht noch emotional und rational zu bewältigen ist. Die beiden Themen, die derzeit die „Gespräche“ beherrschen, haben ja den Vorteil, dass sie (Papst) emotional massentauglich sind und (Lebensmittelskandale) die Möglichkeit bieten, kollektiv niederschwellig anzuklagen, und so eine Selbst-Entlastung zu erfahren. Dass gleichzeitig überall auf der Welt permanent Kriege stattfinden, bei denen massenhaft Menschen geschlachtet, vergewaltigt, erniedrigt und unterdrückt werden, würde eine ganz andere Information und Haltung nötig machen.
        Liebe Grüße, mb

      2. Vielen Dank für diese sehr kundige und wertvolle Ergänzung, liebe mb. Ich glaube fast, es ist immer ein Stück weit Identifikation notwendig, um sich wirklich zu engagieren, das bedeutet, man müsste die Möglichkeit selbst in eine vergleichbare Lage zu geraten an sich heranlassen, wollte man sich ernsthaft mit den Problemen von Flüchtlingen und Kriegsopfern beschäftigen, davor, behaupte ich, haben viele Menschen unterschwellig und unbewusst eine große Angst.
        Herzlichen Dank für Deinen Beitrag und viele Grüße m.

  4. Ich würde gerne dieses schöne Bild würdigen, das mich in seiner Farb- und Formgebung an die wundersamen Raster so mancher, für das bloße Auge nicht auslotbaren Oberflächen erinnert. Ein Kompliment an den Künstler mit dem mikroskopischen Blick..:-)

  5. Das Bild spricht von Frühlingserwachen, umgeben vom weichenden Schnee und Frost blüht er inmitten, einer Insel gleich …
    was das Interesse anbelangt, da stürzt man sich auf das, was man meint verkraften zu können oder was unmittelbar mit einem zu tun hat, mit vielem mehr scheint die Menschheit überlastet. Kriege und ihre Folgen sind zu Alltagsgeschichten verkommen. Die Medien haben dafür gesorgt und außerdem kann man ja wegzappen … denke gerade an das Gedicht: der Fernseher …
    herzlichst Ulli

    1. Liebe Nikola,
      gerne würde ich das Buch lesen und auch etwas dazu schreiben, das Problem ist nur, dass ich, was Bücher angeht nahezu reaktionär bin, ich kann und will mich nicht an Ebooks gewöhnen und sie auch nicht lesen. Gibt es das Buch auch in gebundener Form?
      Viele Grüße
      m.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s