Glaube

Das Licht malte Kreuze in die Zimmer, wie in den minimalistischen japanischen Kirchen. Es gab die Augen der Kinder. Und niemanden mehr, der sie ansah. Es gab die Trauer. Und keine Möglichkeit, sie zu teilen.

Keine Augenblicke, keine Wut, nur diesen tauben Schmerz und das Versprechen, er werde ewig bleiben.

Alte Schattenbilder, neue Schattenbilder.

Das Beste, was du erreichen kannst, ist eine gewisse Ähnlichkeit.

Und dann der Moment. Das Messer.

Wenn keiner dir glaubt.

11 Gedanken zu “Glaube

  1. Es gibt so etwas wie die Plausibilität der Form, die einen Flow hervorruft, bei dem es unerheblich wird darauf zu warten, dass sich Bedeutung offenbart oder deren Schwestern: mögliche andere Bedeutungen. Wunderschöner Text.

    Liebe Grüße

    Achim

  2. Ich verstehe nichts.
    Diese Worte liegen aufgeschichtet wie spitze Steine.
    Ich verletze mich an ihnen.
    Sie ängstigen mich ungemein.
    (In einer Phantasievorstellung stoße ich die Mauer um, mit blutigen Händen nehme ich dann einzelne Steine zur Hand, besehe mir die Trümmer. Rätsele darüber, wie aus gebrochenen Sätzen eine Mauer werden kann.)

  3. deine Worte lösen in mir eine Kaskade an Bildern aus, ich sehe einen weißen, leeren Raum, Schatten huschen über die Wände, auf dem Boden liegt ein Messer, wo sind die Kinder geblieben?

    1. das Wunder von Copypaste, sorry, kannst du den unteren Teil löschen? der gehört in den vorherigen Kommentarstrang, wo er auch schon steht … die Nacht umhüllt mich gerade nicht, kein Mond wiegt mich in den erholsamen Schlaf 😦

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