Traum

Ich habe geträumt, als wäre es möglich mit den Träumen die Einsichten zu vertrieben. Ein Wort, das mir nie gefallen hat, die Worte mit „ein“ schmecken bitter. Einsam, einengend, eindeutig, Einfalt. Andererseits: Einfall. Obwohl auch das kein schönes Wort ist. Es klingt wie Überfall, Angriff. Es klingt nicht danach, dass sich ganz unversehens, wenn man endlich zu hoffen, kämpfen und grübeln aufgehört hat, etwas da ist. Eine Idee, etwas das einen auf einmal wieder mit Energie erfüllt, mit Freude, mit Möglichkeitssinn. Mit der Vielfalt, die man nun (endlich) der Einfalt entgegensetzen kann.

21 Gedanken zu “Traum

  1. einigkeit, einheit, einigung … ich kenn ganz viele wörter, die die bitterkeit versüssen. ich versteh aber gut, was du meinst.
    auch hier: der fokus machts aus. die dosis macht das gift.
    schöner einfall … 🙂

      1. Wie findest du „Allheit“? Ich finde, das ist ein guter Kompromiss zu Einheit. Ich mag das Wort Einheit aber. Und Einfall auch. Das ist, als würde mich eine Idee stürmisch umarmen, in die Tür fallen, sagen: „Du, da bin ich! Juhu!“ =)

      2. „Allheit“ ? nee, mag ich nicht. Klingt einfach nicht gut. 🙂 Ich will ja nichts ändern an der Sprache, nur manchmal bringt sie mich einfach auf komische Ideen 🙂

  2. Ja, das ist möglich – über Träume zu Einsicht / anderer Sicht und Veränderung zu kommen.

    Schöne Worte mit „ein“ fallen mir wie folgt ein:
    – Einklang (wunderschön, oder?)
    – Einsicht (trägt etwas Beruhigendes in sich, finde ich)
    – Einheit (da fällt mir, neben der dt. Einheit natürlich die Einheit im Sinne zweier Menschen, die zusammen halten, ein)

  3. @ Iris:
    Super!
    Das kommt nämlich nicht von ein(zig), was der Mützenfalterin verständlicherweise so aufstösst, sondern von herein und eröffnet ein ganz anderes Bedeutungsfeld… Schöne, vielfältige, deutsche Sprache!

  4. Wenn ich eins bin mit mir und dem was ist, ist alles eins und unendlich viel. Doch bevor ich es verstehen konnte, durfte ich erst die Angst vor dem Eins sein verstehen, die
    Angst die Vielfalt zu verlassen, welche mich ablenkt vom Einen, vor mir selbst. Wenn ich mich aber gefunden habe, ist die Vielfalt keine Ablenkung mehr, sondern eine unerschoepliche Quelle

  5. Mir gefällt, wie Du mit Worten und Wörtern umgehst und sie zum Thema machst. Ich könnte mir vorstellen, dass Dir ein Studium der Philosophie gefallen könnte. Oder Sprachwissenschaft. Literaturwissenschaft vermutlich auch. Das denke ich gerade und schreibe es einfach ..
    Ich mag etliche Worte mit „ein“. Auch einsam, einfältig oder einander. Einsilbig gefällt mir auch. Und
    einfach danke!
    Liebe Grüße, mb

    1. Philosophie ist in der Tat sehr sehr reizvoll, allerdings bekomme ich sehr schnell Knoten in meine Gedanken, wenn ich versuche philosophische Texte zu lesen, nein, ich glaube so ein Studium hätte mich heillos überfordert, aber das schöne an der Soziologie war, dass auch die Philosophie durchaus ihren Platz darin hatte. Und Sprach- und Literaturwissenschaft, damit triffst Du einen wunden Punkt, denn heute bereue ich häufig, das nicht studiert zu haben, während ich damals, als es um eine Entscheidung für eine Studienrichtung ging, dachte: Auf keinen Fall Literaturwissenschaft, dafür liebe ich die Literatur viel zu sehr. Einfach aufgrund der Schädigungen während des Deutschunterrichts in der Schule.
      Einsam gefällt mir wegen des Samens in dem Wort und einsilbig ist in der Tat ein schönes Wort.
      Danke für Deine Gedanken und viele Grüße
      m.

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