05. Februar 2013

Erst habe ich es aufgeschrieben. Dann ist es wahr geworden. Ein Gefühl der Zufriedenheit, weil alles so ist, wie es ist. Eine Fülle im Versäumten. In der Beschränkung.

Ich schreibe keine Liebesgedichte mehr. Dabei wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, Liebesgedichte zu schreiben. Von einer Leidenschaft, die im Erinnern blüht. Einer Zusammengehörigkeit, die gewachsen ist über Abgründe und Verletzungen hinaus.

Wenn die Berührungen keine elektrischen Ströme mehr auslösen, aber uns unserer eigenen Haut vergewissern, und der Gewissheit, dass es eine Schnittmenge gibt, in der unsere Körper, unsere Köpfe einander vergessen und eins sind. Seit zwanzig Jahren.

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22 Kommentare

Eingeordnet unter Tagebuch

22 Antworten zu “05. Februar 2013

  1. statt liebesgedichte diesen text! und was für ein wunderbarer. ich freue mich für dich!

    viele viele zwanzig jahre mehr mit noch mehr wachsender tiefe und liebe wünsch ich euch und gratuliere.

    herzlich, soso

  2. Unglaublich schön! Inhalt und Form.

  3. ein Text der Liebe, der auch die Hürden und die Entbehrungen nicht auslässt, mich darum umso mehr berührt … er ist für mich ehrlich und authentisch …
    ich freue mich mit “euch”
    herzlichst Ulli

  4. In dem, wie es scheint, auf Deutsch leider bereits vergriffenen >Buch Gespräche mit Antonio Lobo Antunes erzählt >der portugiesische Autor, der alles andere als ein Esoteriker ist, – immernoch spürbar eingeschüchtert – davon, wie er die furchtbare Erfahrung machen musste, erst die weibliche Hauptfigur eines Romans an Lungenkrebs sterben zu lassen, nur um wenige Monate später zu erfahren, dass seine Frau an eben diesem Leiden erkrankt (und später auch gestorben) ist.
    Hier ist das, was aufgeschrieben und dann wahr wurde, zum Glück was Schönes oder jedenfalls Positives. Die ganze Crew der Euka ist überaus erleichtert ;-)

  5. Ein Text über ein Zusammengehören, der mir aus der Seele spricht.
    Wunderbar formuliert!
    Danke dafür, liebe Mützenfalterin.
    mb

  6. Ich bin so dankbar für dieses Liebesgedicht [auch, wenn du sagst, es sei keines] … Das war so du, wie du Augenblicke schätzt und verschenkst, wie du dich an der Stille in ihnen halten kannst.

  7. wunderbar und immer noch elektrisierend.

  8. Es ist vielleicht kein Liebesgedicht, doch ein Liebestext.

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