Briefe

Ich habe dir geschrieben, von diesem unwirklichen Ort, an dem die Bäume leben (wie Wälder, in dieser Art von Zusammengehörigkeit), bevor sie sich in Steine verwandeln (diese Art von Geburt).

Ich habe dir geschrieben, in dieser Art von Schrift, die glaubt, sich selbst entschlüsselt zu haben (diese Art von Lüge. Betrug).

Jetzt warte ich auf dein Schweigen. Aber du schickst mir Briefe, mit Worten voller Verständnis (diese Art von Stillstand).

3 Gedanken zu “Briefe

  1. Die Bäume als Wald, eine Einheit, ein Stoffwechsel. Und dann, wenn die Geburt kommt, ein Ich, verschwindet diese Einheit. Das Wort und der Satz als angebliche Wiedergabe dessen, was wir wirklich fühlen und denken, eine Lüge, denn wir sind viel unerklärlicher, und das Wort versucht uns zu fangen. Doch zum Schweigen, dem Verständnis und dem Stillstand, da fällt mir nichts zu ein, außer, dass Schweigen vielleicht verständnisvoller sein kann … Aber doch nicht in Brieffreundschaft.

    Trotzdem gibt es diesen einen Weg, den ich mit alten Brieffreunden genutzt habe und heute noch in Mails. Wenn etwas unfassbar ist, so dass keine Worte dafür zu vergeben sind, mache ich einen Punkt. Der sieht so aus.

    → .

  2. @ sherry: das muss ich mir merken, will heissen, den muss ich mir merken.

    @mützenfalterin: dein text ist mal wieder voller subtiler poesie, traurig, weise, liebevoll, angedeutet, schräg und schlicht genial.

    und so voller inspiration und interpretationsraum …

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