Bewegungen

Wir bergen die Sorgen. Berge von Sorgen. Löcher im Himmel.

Wenn ich mich bewege, schreibt Washington Cucurto, sterbe ich.* Er schreibt es auf Spanisch. Ich übersetze mich in eine andere Bewegung. Die Mimik einer flächendeckenden Trockenheit.

Die Zeit vergeht und vergeht doch nicht. Die Momente und wie wir sie erinnern. Hänsel und Gretel auf ihrem Weg zurück. Zeichen aus Nichts, vernichtet aus Gnade der Vögel. Der Weg zurück ist der Weg ins Nichts.

 

*[eigentlich schreibt er: wenn ich mich bewege, wird mich das umbringen]

15 Gedanken zu “Bewegungen

      1. Nein, Schischkins Sätze sind tatsächlich nicht aus nichts, aber die begleiten mich zur Zeit nicht.

        Das Buch habe ich noch nicht, hänge momentan etwas im Nirgendwo (um das Nichts nicht zu überstrapazieren) und kann mich nichtmal zum Gang in die Buchhandlung überwinden. Ich hoffe, mich bis Ende Woche aufegrafft zu haben. Hast du es dir mittlerweile angeschaut? (falls ja sollten wir wohl wieder auf Mail wechseln)

    1. Einer der all diese Phänomene wunderbar in Worte [nein, in Poesie!] zu fassen versteht, ist Adam Zagajewski. Nur ein kleines Zitat aus seinem Gedicht Tadeusz Kantor: „…[ich] sah, wie in uns die Zeit/ arbeitet, die Zeit, eingenäht in Kleidung und Lumpen/ und in die langsam weich werdenden Gesichtszüge:…“

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