Robert Lebeck

Grau. Wenn man sich Fotografien aus den deutschen Nachkriegsjahren anschaut, überfällt einen diese Farbe geradezu: Graue Mäntel, grauer Staub, graue Trümmer, graue Äcker, graue Häuser, ja, sogar die Menschen wirken irgendwie grau. Grauenvoll. Trümmerdeutschland war aber gar nicht so.

Ich hatte nach dem Krieg lange genug in den USA zugebracht, um die Gemütslage einer satten, siegreichen Nation kennenzulernen, die zu ahnen beginnt, daß ihre besten Zeiten vorbei sind. Genau umgekehrt war es in Deutschland. Dort herrschte eine Aufbauatmosphäre, ein „Hurra wir leben noch!“ und die euphorisierende Gewißheit, daß nun das Schlimmste überstanden war.“

Robert Lebeck

Frau entdeckt ihren Sohn – Robert Lebeck

3 Gedanken zu “Robert Lebeck

  1. Das Bild von der Mutter mit ihrem Sohn, zerreißt mir das Herz. In diesem Bild ist so viel mehr, als dieser Moment, ganze Leben sind in den Gesichtern, so eine Ausweglosigkeit und so viel Verlust. So viel nichts wird jemals wieder gut. Obwohl man überlebt hat, einander sogar wiedergefunden hat.

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