Dirk Alvermann

Für eine Ausstellung muss ein Fotograf seine Fotografien ja als Einzelkunstwerke betrachten. Einige wenige Bilder halten das aus, aber die allermeisten bekommen dadurch nur etwas Starres, Totes. Was soll ich damit? (Dirk Alvermann)

Schaufenster - Dirk Alvermann, 1956
Dirk Alvermann, 1959, Schaufenster

11 Gedanken zu “Dirk Alvermann

  1. “ Einige wenige Bilder halten das aus, aber die allermeisten bekommen dadurch nur etwas Starres, Totes. Was soll ich damit?“ (Dirk Alvermann)

    “ WIE WAHR, WIE WAHR. LEIDER ! “ (lichtbildwerfer)

    Bis dahin, fröhliches “ muetzenfalten “ – euer lichtbildwerfer

    1. Ja, ich mag dieses Foto. Allerdings war es nicht das Foto, sondern das Zitat mit dem ich auf Alvermann aufmerksam wurde. Diese Art die Kunst, bzw. das Ergebnis (Foto, Gemälde, Gedicht…) über sich selbst zu stellen, imponiert mir immer wieder.

    1. Genau das war einer der Gründe, warum ich dieses Foto gewählt habe, die Kinder sehen nicht gierig aus. Sie scheinen nicht unbedingt haben zu wollen, die Dinge zu sehen, scheint ihnen zu genügen. Das finde ich wunderschön.

      1. ja, wunderschön trifft es genau.
        ich kenne das noch aus meiner kindheit, aber es scheint irgendwie die letzte generation gewesen zu sein, jedenfalls wird es immer seltener und leider konnte ich es meinen kindern auch nicht mitgeben.

        ich weiß nur noch, dass es ein sehr schönes gefühl war, nicht auf die idee zu kommen, etwas haben zu wollen. wenn man dann etwas bekam, kam es einem wunder gleich.

    1. Die Spiegelung ist ein interessanter zusätzlicher Aspekt, Scarlett, danke, dass Du das noch mal ansprichst. Sie sind sowohl innen als auch außen, das was innen ist, spiegelt sich in ihren Blicken und schliesst sie auf diese Weise ein, nicht aus.

  2. Dass es schön ist zu sehen, dass die Kinder nicht Haben wollen und dass es ihnen genügt zu sehen, dass das schöne Foto ihnen zudem ihr Lachen zurückgibt, empfinde ich genauso. Andererseits: Müsste man nicht auch die furchtbare 50er-Jahre Verzichts-Bescheidenheits-Pädagogik dahinter sehen („Wunschzettel-Annahme für artige Kinder“!!): Irgendwie sehen die Kinder auch „artig“ aus – und das hat für mich immer auch etwas Dressiertes ..
    Ich habe mir erlaubt, Ihren Beitrag bei mir zu verlinken – und in einen etwas anderen Zusammenhang zu stellen:
    http://gebattmer.twoday.net/stories/132451734/

    1. Sie haben natürlich Recht, dass man die Zeit mitdenken muss, allerdings sehe ich die speziell in diesen Blicken nicht. Ich sehe tatsächlich keine Angst, nichts Anerzogenes, sondern wirkliche Freude. Neben der sicher nicht angemessenen Erziehung, konnten sich Kinder vielleicht besser freuen, auch besser hinschauen, gerade weil sie nicht alles bekommen haben, und ertrunken sind in einem Meer aus Überfluss.
      Jetzt werde ich mir aber Ihren Link ansehen.

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