Siebter Tag

Wie der Schädel den Körper einschließt, alles eingrenzt, oder die Grenzen aufhebt, die Macht der Vorstellung, die Freiheit, Leichtigkeit der Intention. „Erinnerung als ein Zimmer, als ein Körper, als ein Schädel, als ein Schädel, der das Zimmer umschließt, in dem der Körper sitzt.“

Wie die Erinnerung einschränkt und beschränkt. Einen Raum schafft. Aber auch die Tür verschließt.

Noch ein Zitat:

„Die Kraft des Gedächtnisses ist wunderbar“, bemerkte der heilige Augustinus: “ Es ist ein gewaltiges, unermeßliches Heiligtum. Er kann seine Tiefen ermessen? Und doch ist es eine Fähigkeit meiner Seele. Gewiß ist es ein Teil meines Wesens, doch vermag ich mich nicht zur Gänze zu verstehen. Somit ist also der Verstand zu enge, sich selbst vollständig zu enthalten. Wo aber befindet sich jener Teil von ihm, den er nicht in sich selbst umschließt? Ist er irgendwo außerhalb seiner selbst und nicht in sich selbst? Wie kann er dann ein Teil davon sein, wenn er nicht darin enthalten ist?“

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3 Gedanken zu “Siebter Tag

  1. Die Frage habe ich mir oft gestellt: Wo ist die Seele, wo sitzt das Bewusstsein? Innerhalb hieße wieder „begrenzt vom Schädel oder Gehirn“, außerhalb wäre dann wieder nicht mehr ganz zugehörig. Und dann aber gefiel mir die Idee, dass die Seele den Körper umschließt, als Aura sozusagen.

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