Auf den Gemeinplätzen trifft man sich
Um einander die Pläne zu stutzen
Und Worte auszutauschen
Die das Leben in ein Kassengestell einfassen
Die vom Einklang der Welt erzählen
Mit dem Singsang kommunistischer Freudlosigkeit
Dort glaubt man an die Gültigkeit von Begriffen
Die die Sehnsucht mit Schuhen versehen
In denen sie tanzen kann
Aber niemals laufen lernt
Zu den aufgebahrten Worten
Zu sprechen wie ein Gebet
Zur richtigen Stunde
„In denen sie tanzen kann. Aber niemals laufen lernt“
was für ein text, was für bilder!
danke!!!
Wie langweilig; klingt steif und gewollt.
LG, Nasren
Nein, Nicht steif, eher feurig, aber so gestrig feurig – erfahrungsgemäß ist das dann halt Asche, verbrannt, ausgebrannt, leblos.
Es dauert mich, wenn Worte, in Sprache geflossen und ausgetauscht nur noch als Kassengestell(t) wahrgenommen wird, und das dann auch noch abwertend gemeint ist.
Millionen würden sich freuen, wenigstens ein (!) Kassengestell in ihrem Leben einmal anfassen zu dürfen …
So ist das eben, wenn jemannd sich nur noch als satt erkennt und seine Beobachtungen darauf beschränkt, dann schreibt man solche arm seelischen Texte als einzig letzte Genugtuung.
Zu den Gemeinplätzen braucht man nicht zu eilen, man ist immer schon da, hat immerschon „getroffen“: das Leben ist ein einziger solcher – nur was / wiviel kennst du davon?
Und was ist „Singsang kommunistischer Freud Losigkeit“, So ich mich erinnere, haben die meisten nichtkommunistischen Singsangse weit eher keinen Freud darin und daran nicht mal Freude.
„Zu den aufgebahrten Worten Zu sprechen“ – Worte lassen sich nicht „aufbahren“, kaum ausgesprochen oder hingeschrieben, sind sie nur noch die Hälfte dessen Wert, was sie meinen (sollten), der Rest ist sodann gleich ganz weg, flüchtig, wie der Alkohol im Glase, geh mal und „bahre das dann auf“ …
Solltest du allerdings bis hierher gelesen haben, dann vergiß nicht:
Das waren alles Worte, nicht „verbahrte“, daß du das konntest, verdankst du deiner Mutter, ihrer (!) Sprache, ihren Worten, die sie dir mal unaufgebahrt schenkte, mit denen du denken darfst, z.B. daß du gern reichlich müde wärest, oder die du, wie in deinem Gebet – den vielen anderen Gebeten gleich – doch lieber „aufbahren“ anstatt damit zu denken könntest.
Kein Mensch denkt ohne Worte.
Kein Wort kam ohne Mensch.
Worte sind Orte!
Plätze, auch „gemeine“.
Schuhe für die Sehnsucht – ahnst du, was das ist?
Das sind „richtige“ Worte,
unaufgebahrt, voller Lauffähigkeit
am richtigen Orte
zur wichtigen Zeit
sie sehn die Sucht
sind nicht verrucht
statt erbeten lieber singen
das wird Freud auch dir bringen
ein Wortsegen im Ganzen
hilft, darin auch zu tanzen.
Schuhe für die Sucht –
zu sehnen? verflucht?
Gib das in die Runde
mit WORTEN im Bunde
auf jedem gemeinenPlatz
an jeden süßen Fratz …
FREUDich mal.
Sorry, Frau Krappitz, ich habe Deinen Kommentar, der im Spam gelandet war, eben erst entdeckt. Und glaub mir: Ich FREU mich 😉
Wie langweilig deine Kritik. Keine Begründung, kein Tiefsinn, keine Auseinandersetzung mit dem Text – und das auch noch gewollt.
„Mit dem Singsang kommunistischer Freudlosigkeit“ – ein Bild, das so sehr passt, dass ich staunen musste.