Berührungen

Es gibt ja unterschiedliche Arten von Berührung. (Und unterschiedliche Arten von Papierkörben. Das am Rande für die Insider.) Die Berührung, die quasi metaphysisch stattfindet, durch diesen Satz, dieses Bild, oder dieses eine bestimmte Lied, durch einen Blick oder diese eine bestimmte Bewegung, die uns zutiefst rührt.

Und die ganz handfeste, mit Anfassen verbundene, Berührung. Die makellose Glätte einer Porzellantasse, die Unebenheiten und Einkerbungen eines Holztisches, besser noch: die einer Baumrinde. Das elastische, trotzdem irgendwie schneidende eines Grashalms. Oder Regen, der hart auf die Haut fällt und weich weiter fließt. Die klebrige Konsistenz von Teig an den Händen. Eine Zeitung, dünn und uneben. Die Haut meiner Kinder: unvergleichlich weich. Die Kälte einer versiegelten Fläche.

Und all die Dinge, die man nicht anfassen kann. Die vorgestellten Berührungen, die Unbeweglichkeit eines Augenblicks.

 

 

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