Eine alte Geschichte

Ich frage mich. Was stelle ich in Frage, wenn ich Fragen stelle?

Immer soll alles sehr schnell gehen. Das nennt man Ungeduld. Oder Flüchtigkeit.

Ich flüchte. Ich flüchte vor meinem Leben. Verstecke mich im Schmerz. Heute ist er heiß und brennend. Früher schrieb ich Gedichte. Ich wusste nicht, was das heißt. Es geschah und ich ließ es zu. Jetzt ist der Himmel grau, der Krieg wieder nicht nur überall, sondern auch in den Medien.

Der Tag wird kommen und wieder gehen. Ich schreibe, aber ich meine es nicht so. Immer trauere ich der Vergangenheit hinterher. Die vielen ersten Male. Und wie weh es tut, sich daran zu erinnern.

Es ist immer das erste Mal, schreibt Pessoa und daran glauben zu können, müsste die wirkliche Heilung sein. Heilung von den Gebrechen der Zeit.

Dann reißt der Faden.

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Das war vor Jahren

Dann verging Zeit.

Die Schmerzen, die sich über alles legen.

Der Himmel. Das Haus. Vor allem aber: die Erinnerungen.

Marguerite Duras war besessen davon, immer wieder hat sie ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Mich besitzen die Erinnerungen, wie etwas, das mich immerzu daran erinnert, was ich verloren habe. So viele gestrige Tage.

Ich will nicht reden. Die Türen und das fremde Leben.

Auf dem Waldspaziergang die kleine erdbraune Maus an der Stelle, wo ich schon mit den Kindern eine Maus gesehen hatte.

[Und der Titel ist Fehlfarben, wie lange das her ist…]