Auswahl

Ich fand mich ein. Das heißt ich ging verloren in einer Betrachtung. Die Offenheit einer Ruine. Mein mangelnder Verstand. Ich bin ein Betrachter. Das ist die Verwertung der Dinge. Man wählt mich aus. Etwas sieht mich an und ich blicke zurück. Das ist Vorausschau. Das ist ein falscher Satz. Hier greift die Zensur. Greifen Sie zu, oder warten Sie auf den Sommerschlussverkauf. Auch wenn die Sonne sich weigert zu strahlen, werden wir uns die Sicht mit bunten Luftballons verhängen. Verhageln. Bitte wählen Sie aus. Wir haben keine Wahl. Wer sich nicht entscheidet, bleibt auf der Strecke, das heißt stehen. Stillstand ist der Fortschritt der Vorsichtigen. Die Übersicht verhindert den Schritt und wer zurück sieht, der stolpert. Wir legen uns Steine in den Weg und nennen sie Brücken. Auf die Benennung kommt es an. Das Folgende ist ein Schritt. Die Richtung gibt an. Einer legt vor. Wir folgen. Ohne zu wissen. Wissen heißt Auswahl. Ent-Scheidung. Das ist endgültig und zu wenig schnell. Wir haben keine Zeit, zu wählen. Das ist das Wesen der Oberflächlichkeit. Sie ernährt sich von der Zeit, die niemand hat. So errichtet man Denkgebäude, hinter denen sich die Leere verbirgt.

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5 Gedanken zu “Auswahl

  1. als ob die leere am anfang und am schluss wäre und alles dazwischen nichts als illusion. ob leiden oder geniessen ist dabei einerlei. vielleicht. und ja, luftballons sind dazu gar nicht mal so ungeeignet.
    herzlich, soso

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