Warum mir Wasser zu wenig ist

Ich habe Das hier ist Wasser von David Foster Wallace gelesen, eine Anstiftung zum Denken, das hat mich nicht nur neugierig gemacht, naiverweise habe ich große Hoffnungen in diese Lektüre gelegt. Dann habe ich gelesen. Während ich las, habe ich viel genickt. Ich hatte ständig das Gefühl, dass ich verstehe (und sogar begreife), was dort steht. Aber als ich das Buch zuklappte, war ich enttäuscht.

Warum?

Erwachsen werden, ist laut dieser Rede (und laut meiner Leseart), sich denkend Möglichkeiten zu erhalten (oder erst zu eröffnen), das Gefängnis, in dem man sich befindet, zu erweitern. Also Wege zu finden aus der

Arroganz, blinde[r] Gewissheit, eine[r] Engstirnigkeit, die wie eine Gefängniszelle so absolut ist, dass der Häftling nicht mal merkt, dass er eingesperrt ist.“

Dafür (und darauf bezieht sich meiner Meinung nach die Schlusszeile, in der Foster Wallace den Studenten „weit mehr als Glück“ wünscht) benötigt man nicht nur mehr, sondern etwas grundsätzlich anderes als Glück (eine Art Glück, die eben nicht schicksalshaft von außen auf den Einzelnen zukommt, sondern aktiv hergestellt werden kann und muss), nämlich Ausdauer und eine nicht nachlassende Bereitschaft, sich von sich selbst zu distanzieren, oder wie Foster Wallace es ausdrückt:

„Die wirklich wichtige Freiheit erfordert Aufmerksamkeit und Offenheit und Disziplin und Mühe und die Empathie, andere Menschen wirklich ernst zu nehmen und Opfer für sie zu bringen, wieder und wieder, auf unendlich verschiedene Weisen, völlig unsexy, Tag für Tag.“

Nichts ist verkehrt an diesen Aussagen, an der Aufforderung, sich gerade das allzu Offensichtliche, bewusst zu machen, sich klar zu machen, dass große Teile der empfundenen Unfreiheit, selbstgemacht sind und doch fehlte mir etwas. Das Anstiftende vielleicht. Der Punkt, wo das Ganze über den Einzelnen, über die Probleme im Straßenverkehr und an der Supermarktkasse hinausgeht. Die Erwähnung, dass auch Zeitungen so argumentieren, aus der Standardeinstellung des Ichzentrierten heraus, und sogar Staaten, dass das in die Analyse und Rezeption von Nachrichten eingehen muss, um sie auf eine Art zu verstehen, die sie in die Grundlage für eine wirkliche Debatte verwandeln könnte, eine Debatte, in der es nicht darum geht, sich durchzusetzen und Recht zu behalten, sondern Lösungen zu finden und Antworten, die nie endgültig sind, aber mit denen sich operieren lässt. Mit denen sich andere zum gemeinsamen Denken anstiften lassen.

30 Gedanken zu “Warum mir Wasser zu wenig ist

  1. Liebe muetzenfalterin,
    ich habe mich gefreut deine Gedanken zu David Foster Wallace‘ Rede hier zu finden. Es tut mir jedoch leid zu hören, dass du enttäuscht warst. Dein Kommentar, den du bei mir hinterlassen hast, klang ein wenig positiver …
    Ich finde, dass es dir sehr gut gelungen ist, die Grundgedanken zusammenzufassen – viel besser, als dies mir gelungen ist. Sehr interessant fand ich deinen Punkt, dass dir die Gedanken von Foster Wallace nicht weit genug gehen, dass sie über das einzelne Individuum nicht hinausgehen. Um ehrlich zu sein, ist mir der Gedanke gar nicht gekommen. Die Worte von David Foster Wallace haben mich so überzeugt, so „angestiftet“, dass ich gar nicht weiter gedacht habe. Vielleicht muss zunächst jeder individuell „angestiftet“ werden, seine Standardeinstellung zu ändern, bevor dies auf etwas Größeres, auf etwas Komplexeres zu übertragen ist.
    Liebe Grüße
    Mara

    1. Was Du da schreibst, dass zunächst jeder individuell „angestiftet“ werden muss, seine Standardeinstellungen zu ändern, bevor „es“ weitergehen kann, freut mich sehr, denn genau darum geht es mir. Die Enttäuschung ist also ganz subjektiv, und fällt ganz sicher eher auf mich (und meine Erwartungshaltung) zurück als auf die Worte von Foster Wallace, wie ja jeder Kommentar und jede Kritik, im Grunde mindestens ebenso viel (wenn nicht mehr), über den Kritiker aussagt, als über das Werk, das kritisiert wird.

  2. „aus der Standardeinstellung des Ichzentrierten heraus“ – darf ich dich zitieren? du bringst vieles auf den punkt! du spiegelst gedanken, die ich mir auch schon gemacht habe, wider.

    wo fängt veränderung an und wohin soll sie? wie finden wir zum gemeinsamen zurück?

  3. diese Standardeinstellungen des Ichzentrierten stammen allerdings eher von Foster Wallace. Hier ist ein Zitat von ihm, das mich erst auf diese Verkürzung gebracht hat (es gibt noch andere, von Standardeinstellung spricht er ausdrücklich): „Als wäre die grundlegende Sicht eines Menschen auf die Welt und den Sinn seiner Erfahrungen irgendwie automatisch in ihm verdrahtet wie Körper- oder Schuhgröße, oder als würden sie wie die Sprache von der Kultur vorgegeben. Als wäre unsere Konstruktion von Sinn keine Frage der persönlichen und ausdrücklichen Wahl, der bewussten Entscheidung.“
    Und noch die Stelle, wo er das Ichzentrierte Denken als Standardeinstellung definiert: „Ein solches Denken ist meine angeborene Standardeinstellung. Es ist die automatische, unbewusste Haltung, in der ich die langweiligen, frustrierenden und überfüllten Teile des Erwachsenendaseins erlebe, wenn ich auf Autopilot laufe und unbewusst glaube, ich bin der Mittelpunkt der Welt, und meine unmittelbaren Bedürfnisse und Gefühle sollten in der Welt Priorität haben.“

    Ich weiß gar nicht, ob Veränderung ein Ziel haben muss, außer sich selbst treu zu bleiben, d.h. die Dinge immer wieder in ein Verhältnis zu setzen und zu hinterfragen. Das Ziel, das ich mir wünsche, ist es debattierend eine gemeinsame Basis für Lösungsansätze zu finden. Sich auseinander zu setzen, statt zu streiten. Einander anzustiften, statt einfach nur lauter zu schreien.

  4. Ich lese gerade die „Weisheit des Saturn“, ein etwas ungewöhnliches Buch aus der Sicht des Planeten von Barbara Vödisch
    „außer sich selbst treu zu bleiben“ Die Frage ist, wem wir da treu bleiben? Bin ich wirklich der, dessen Rolle ich spiele oder gibt es noch einen dahinter?
    „Basis für Lösungsansätze zu finden“ In dem Buch ist der Lösungsansatz das wir aufhören nach Lösungen zu suchen, zu werten, zu bewerten. Lohnt sich in jedem Fall einen Blick rein zu werfen.

  5. warum soll man der treu bleiben? Wenn es für mich ein naturwissenschaftliches Gesetz gibt, dann die Sekündliche veränderung, mir bleibt nicht anderes übrig als ihr treu zu bleiben. Es ist weniger Treue, eher Verständnis.

    1. Nein, nein, immer noch ein Missverständnis. Sophia fragte, wohin soll die Veränderung führen und ich antwortete darauf: sie solle sich treu bleiben, die Veränderung! Ich selbst, so sehe ich das für mich, ganz subjektiv, habe sehr wohl die Möglichkeit mich zu entscheiden, ob ich meine Sicht auf die Welt, auf mich, auf die anderen, einer Veränderung unterwerfe, oder nicht.

  6. Vielleicht muss ich ihn ganz lesen, um ihn besser zu verstehen. Aber ist in seinen Forderungen nicht das Übersichhinaus-Sein schon integriert? Hier fallen Wörter wie „Opfer bringen“, Empathie, Disziplin, Aufmerksamkeit, Offenheit. Für mich sind das Sätze, die von einem Insichsein ins Beianderensein zielen. Das einzige Wort, mit dem ich wenig anfangen kann ist das abstrakte Konstrukt der „Freiheit“. Ich würde es wohl vorsichtig „Handlungsspielraum“ nennen.

    Nixzens Frage kann ich verstehen. Der Veränderung müssen wir nicht mehr treu bleiben, weil sie uns tagtäglich unterwirft.

    Danke, mal wieder, für einen sehr interessanten Buchtipp und der interessanten Aufbereitung des Inhaltes. Ich komme gerade mit dem Lesen gar nicht mehr nach.

  7. Auch hier das Missverständnis (ich habe es wohl nicht gut formuliert), ich bin die Letzte, die verlangt, man solle der Veränderung treu bleiben. Aber ich bin auch sehr skeptisch, ob Veränderung immer ein Ziel braucht. Vielmehr glaube ich, dass die Veränderung sich selbst genügt. Mehr wollte ich gar nicht sagen.
    Zu Deiner Kritik: ich habe bereits in der Antwort auf Maras Kommentar eingeräumt, dass die Kritik nicht wirklich eine Kritik an Wallace Rede ist, sondern eher ein Nachfragen, warum mir das Ganze nicht genügt hat, warum da so ein „unbefriedigter“ Rest geblieben ist, und das war für mich diese Tatsache, dass (vielleicht aufgrund der Beispiele) alles auf einen sehr persönlichen Kontext beschränkt war, der – auch das hat Mara schon erwähnt, und sehr zu Recht! – natürlich der Ausgangspunkt ist. Aber wenigstens eine kleine Andeutung, dass es von dort aus weitergeht, weitergehen muss in größere Zusammenhänge, den hätte ich mir gewünscht. Sonst haben wir Leute, die sich beim Einparken und Einkaufen vorbildlich benehmen und glauben darin erschöpft sich Demokratie.
    Wie so ein Text ankommt, hat ja auch immer sehr viel zu tun mit dem jeweiligen Hintergrund vor dem er gelesen wird und ich bin gerade sehr genervt von diesen entsetzlichen Polarisierungen wenn es z.B. ums Urheberrecht geht, die Leute, die da diskutieren (wenn man das so nennen kann) sind vermutlich auch vorbildlich beim Einkaufen, aber leider gar nicht in der Lage ihre Standardeinstellungen auch in größeren Zusammenhängen in Frage zu stellen, zugunsten einer konstruktiven Auseinandersetzung.

    1. Dazu muss ich das wirklich lesen. Ich bin einmal gespannt, wie ich das sehen werde. Ich lese leider selten alle Comments, bevor ich schreibe, damit ich unbelastet bleibe. Und danach bin ich zu müde gewesen. Falls du dich jetzt nur wiederholt hast, tut es mir Leid. :-/

    2. Veränderung, die sich selbst genügt, kennt keine Richtung mehr, keine Wegweiser, keinen Abgleich, sie fragt auch nicht nach Zustimmung oder Ablehnung, Veränderung alleine, unreflektiert, ohne Frage, ohne Zweifel, fast blinder Zufall, das ist doch auch nichts. Ist das nicht etwas ähnliches wie Betriebsamkeit? Hauptsache man tut etwas egal was?

      1. Nein. Ich zumindest mache einen deutlichen Unterschied zwischen Veränderung und Betriebsamkeit. Veränderung ist z.B. aktuell die Sache mit dem Urheberrecht. Wo sich die Umstände wandeln, muss sich das Denken ändern, um Lösungen zu finden. Beharrlichkeit, die in manchen Bereichen gut und wertvoll ist, ist da wenig hilfreich. Und der Zweifel ist doch der Antrieb der Veränderung überhaupt! Das meine ich doch damit, dass die Veränderung sich selbst immer wieder hinterfragen muss, damit sie Veränderung bleibt.

      2. Aber Dein Beispiel ist dann nicht mehr Veränderung um ihrer selbst willen, sondern in Bezug auf etwas (Urheberrecht und veränderte Gesellschaft).

      3. Ich würde es so formulieren; die Veränderung ist ohnehin nur ein Phänomen, dem man vielleicht sein Recht, nicht aber seine Existenz absprechen kann, also als Veränderung an sich. Und da wir in einer derartigen Welt leben, finde ich es immer wieder wichtig über Veränderungen nachzudenken, wobei ich nicht der Meinung bin, dass Veränderungen einheitlich <b<eine Richtung verfolgen müssen oder sollten. Also, dass Veränderung immer zum besseren führt, Stichwort Fortschritt. Aber rein individuell ist es doch so, dass ich mich fortwährend verändere, durch Erlebnisse, rein körperlich usw.. In keinem der Fälle kann ich etwas gegen die Veränderung tun. Was mein Denken und Wahrnehmen angeht, kann ich aber eine Entscheidung treffen, ob ich mich mit den Veränderungen befasse, oder ob ich ihnen ein Label gebe (schlecht oder gut) und die Auseinandersetzung damit für mich beendet ist.
        Also noch einmal auf Deinen Kritikpunkt hin zugespitzt; die Veränderung an sich geschieht selbstverständlich (nicht um ihrer selbst willen) und ich versuche mein Denken immer wieder den Veränderungen meines Lebens und Umfelds anzupassen. Ich tue das nicht um der Veränderung selbst willen, sondern weil ich es für unerlässlich halte und für mich persönlich auch für befriedigender als gegen Windmühlen anzukämpfen.

      4. Panta rhei, selbstverständlich. Dagegen können wir nichts tun, will ich auch nichts. Ich denke nicht zwingend an lineare Veränderung, aber wenn ich mir mein Tun und Trachten ansehe, dann versuche ich manche Veränderungen zu beeinflussen bzw. zu „steuern“ (besser schreiben zu versuchen, z.B.). Hier geht es dann nicht mehr nur um Veränderung selbst, sondern um eine — mehr oder weniger bestimmte — Art und Weise.

        Das Denken sollte sich mit dem Gegebenen beschäftigen, aber nicht so, dass es nur mehr das Gegebene im Fokus hat.

      5. Ach! Jetzt habe ich es verstanden!
        Ja, natürlich, da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Man versucht sich nicht lediglich anzupassen, sondern die Veränderungen auch durchaus willentlich zu beeinflussen, was zu wieder neuen Veränderungen führt. Diese Steuerung, wie Du es nennst, hatte ich beim Schreiben und Argumentieren nicht mitgedacht. Schön, dass du so hartnäckig geblieben bist, bis auch bei mir der Groschen gefallen ist 😉

  8. Ich hab’s jetzt gelesen und verstehe deine Kritik. Zudem kam nicht umhin, seine langjährigen Depressionen und seinen Selbstmord während des Lesens unberücksichtigt zu lassen. Wie sehr glaubte er an die tatsächliche Freiheit, seine Gedanken und seinen Blickwinkel auf etwas zu ändern? Oder bessergesagt: Wie sehr hätte er an Depressionen gelitten, wenn das, was er glaubte, tatsächlich „wahr“ gewesen wäre? Das macht mich sehr traurig gerade.

    1. Mich beschäftigen mittlerweile zwei Gedanken bezüglich meiner Rezeption dieser Rede, einmal, warum ich den Text als solchen lesen will, ganz unbelastet von den persönlichen Dramen, die ihn umgeben und zum anderen, dass ich mich mit meiner „Kritik“ ein Stück weit selbst entlarvt habe. Er selbst schreibt ja; dieser weise Fisch, das bin ich nicht. Ich werde nicht sagen, wie es geht, wie es richtig ist. Und genau das enttäuscht mich. Genau das erwarte ich. Und ich komme nicht darum herum, zugeben zu müssen, dass das bedeutet, dass ich nach Anleitungen suche, die ich befolgen kann, gar nicht wirklich nach einer Anstiftung, die ja viel eher bedeutet, dass ich selbst anfange, weiter zu denken.
      In diesem Sinne, danke ich allen Kommentatoren hier ganz aufrichtig, weil mich die Diskussion (wieder einmal) ein Stück weiter gebracht hat. Insofern ein Stück gemeinsames Denken gelungen ist.

      1. Das sind gute und wichtige Gedanken. Bewertest du deine Suche nach Anleitung als etwas Falsches oder Kritikwürdiges? – Ich habe die Suche nach Anleitung eigentlich bei den meisten Menschen – einschließlich mich – beobachten können, außer, sie waren außerordentlich machtmotiviert. Zwei Gruppen stachen da besonders heraus: Die, die Anleitung wollten, weil sie sich wenig mit sich, der Welt und ihren Möglichkeiten {intellektuell} auseinandergesetzt haben und die, die Anleitung brauchen, weil sie es zu viel, zu tief und zu intensiv betrieben haben und von der Last ihrer Gedankenspiralen befreit werden wollen.

        Ich selbst habe vor Monaten eine Diskussion mit meinem Cousin geführt und gesagt: Ich wünschte, ich wäre religiös. Und wenn nicht das, so wünschte ich mir, ich würde jemanden treffen, jemand Großes, der dann mein „Guru“ würde. Wie ich heute dazu stehe, ist unklar, doch ich glaube, ich hätte gerne jemanden, der meine „Aber’s“ zum Schweigen bringen könnte. {Auch, wenn diese Aber’s natürlich wichtig sind. Schön sind sie trotzdem nicht.}

  9. Ich glaube ich bewerte sie als weder gut noch schlecht, sondern einfach als ihrerseits kritikwürdig. Ich suche schon immer nach Vorbildern, davon möchte ich mich auch nicht abbringen lassen. Aber ich denke es sind zwei Paar Schuhe, ob ich nach Menschen Ausschau halte, die mir intellektuell überlegen sind, oder ob ich mich passiv in so eine Erwartungshaltung begebe, dass andere mir die Welt erklären sollen, und ich danach nur nicken und schlucken muss. Das ist mir während dieser Diskussion noch einmal sehr deutlich geworden. Das jedes gute Gespräch ein Anstoß ist, aber nichts, was einem die Mühe selbst weiter zu gehen, ersparen könnte.

  10. die „wirkliche Freiheit“ geht meiner Meinung nach mit sehr viel Verantwortung einher. Sie beginnt mit dem ICH und habe ich dies, soweit, so gut gelöst, geht es sofort zu allem und allen anderen über.
    Mir hat gefallen, dass du die Idee der Debatte hier aufgegriffen hast. SO stelle ich es mir ebenfalls vor.
    Du sagst vieles so trefflich, dass ich jetzt still schweige und weiter in deinem Blog spazieren gehe. danke für deins
    herzlich grüßt dich Li Ssi

  11. Verantwortung ist ein wichtiger Punkt finde ich. Und ich gebe Dir Recht, Verantwortung muss beim Ich beginnen, wie sollte sie sonst Kreise ziehen? Dein Artikel zur Debatte hat mir damals auch noch einiges klarer gemacht. Jetzt müssen wir unsere theoretischen Erkenntnisse nur noch umsetzen 😉
    ich grüße dich ganz herzlich zurück
    frau m.

  12. Eine interessante Diskussion ist das. Leider habe ich das Buch nicht gelesen und kann mich nur auf deine Rezension und die Kommentare beziehen. Ich verstehe deinen Wunsch nach Anleitungen durchaus, muetzenfalterin. Man muss kein Mensch sein, der sich treiben lässt, um Sehnsucht danach zu haben, ab und zu. Selbst gehöre ich zur zweiten von Sherry genannten Kategorie Menschen, die sich (zu?) viele Gedanken über sich und die Welt gemacht haben und trotzdem und vielleicht gerade deshalb ertappe ich mich dabei, manchmal einen kräftigen Anstupser zu bekommen, damit ich mich im Wirrwarr der vielen selbst gedachten Möglichkeiten besser zurechtfinde. Aber dabei geht es mir nicht ums Gesellschaftliche, sondern ums Persönliche/Berufliche, insofern bin ich jetzt etwas vom Thema abgeschweift.

  13. Schade, dass man sich nicht nachträglich korrigieren kann bzw. blöd, einen Text abzuschicken, ohne ihn auf Fehler untersucht zu haben… Ich wollte sagen, dass ich manchmal dabei ertappe, einen kräftigen Anstupser bekommen ZU WOLLEN, oder eine Anleitung.

    1. Danke für Deinen (berichtigten) Kommentar. [mir fehlt diese Option hier übrigens auch, dass man selbst editieren kann, als Kommentator].
      Was die Anleitungen angeht und die Suche danach: Ich bin leider sehr schlecht im Mich-treiben-lassen. Eher eine, die zu schnell aufgibt, wenn ihr niemand hilft die Gedanken zu ordnen, wie Du schreibst. Was natürlich legetim ist und gut, nur – wie bei allem im Leben – zählt auch hier die richtige Mischung. Sich anstossen lassen ist in Ordnung, die eigene Denkleistung an andere zu delegieren nicht (und genau dabei ertappe ich mich manchmal, wenn mir die Dinge zu undurchsichtig und komplex werden).

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