Withdraw

Ich friere. Ich habe nicht geglaubt, dass es noch kälter werden könnte. Aber es ist noch kälter geworden.

Ich rede in Andeutungen und Zitaten.

Ich spreche mich nicht aus.

Withdraw ist das Wort, das mich verfolgt. Mir nicht aus dem Kopf geht, weil es meine Art des Rückzugs bezeichnet. Mit zeichnet. Mich zeichnet.

Einen Rückzug, der sich in der Sprache vollzieht. Der sich selbst aufzuzeichen, mitzuzeichnen versucht. Eine Mitschrift des ununterbrechlichen Verschwindens. Die Zeichen, die Bilder, die man (ich) trotz allem (deswegen!) zu zeichnen versucht. Mit. Mitzeichnen. Mich als Zeichen eines Zeitbildes fühlen. Einen Zusammenhang suchen. Einen Platz. Die Lücke, die ich füllen könnte, in der mir eine eigene Stimme zuwüchse.

Ein Bild, weil es keine Gegenwehr mehr gibt.

Ein „mit“ gegen die Einsamkeit.

Die Einsamkeit des Schreibens, die sich vielleicht selbst genügt, aber dennoch immer auf einen anderen ausgerichtet ist.

Wie ehrlich kann man sein, ohne ein Mindestmaß an allgemeiner Verständlichkeit einzubüßen? Ich bevorzuge die Vokabel Aufrichtigkeit. Aufrichtig mit mir und den Zeichen. Withdraw.

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