15. April

Auf einem Blog, das ich sehr gern lese, nimmt gerade jemand Abschied von seinem Vater. Ob das real ist, oder fiktiv, spielt keine Rolle. Ich erinnere mich an „Die Erfindung der Einsamkeit“, das Buch, in dem Paul Auster Abschied nimmt von seinem Vater und ich überlege, warum ich das Buch, in dem Simone Beauvoir Abschied von ihrer Mutter nimmt, bis heute nicht gelesen habe, obwohl es sehr lange schon in meinem Regal steht.

Ich denke auch darüber nach, wie ich mich, viele Jahre nach dem Tod meiner Eltern, von denen ich nie richtig Abschied nehmen konnte, wissenschaftlich an diesem Thema abgearbeitet habe. Und kaum war die Arbeit beendet, bin ich schwanger geworden.

Ich denke daran, wie viel sich verändert hat, wirklich oder nur scheinbar, bezüglich der Auseinandersetzung mit Tod und Sterben.

Es bleibt unteilbar. Eine Passage, die jeder allein machen muss. Der, der geht, und der, der zurückbleibt.

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