16. März

Nachdem ich heute morgen unser  Auto umgemeldet habe [selten war es so schwer, einen bezahlbaren Gebrauchtwagen zu finden], noch in meiner Lieblingsbuchhandlung gewesen, derjenigen in der ich alle Bücher kaufe, die ich mir nicht aus Kostengründen von Flohmärkten, oder aus Vergriffen Gründen aus Antiquariaten besorge, damit nicht diese auch noch verschwindet, nachdem meine geliebte Pfeffersche Buchhandlung einem Szenecafé weichen musste. Hoppe war schon verkauft, und ganz ohne Buch, nur mit der Vorfreude auf morgen, wenn das Buch da sein wird,  mochte ich nicht gehen, alle Bücher, die ich gern hätte, kann ich mir unmöglich kaufen, also lange zwischen Blaue Stunden, wunderschönen Sonderausgaben von Breton, Lavant u.a. , den Gedichten von Oleg Jurijew hin- und hergewandert und dann doch die neue Mayröcker gekauft. „Ich sitze nur grausam da.“

Ich würde gerne ein Lesetagebuch schreiben. Am liebsten über die Parallelgeschichten von Péter Nádas. Mal sehen, wo ich die vierzig Euro herbekommen kann.

Draußen ist immer noch Frühling und in Leipzig blüht die Buchmesse.

[Ich fühle mich unwohl mit diesem Eintrag, der so gar nicht über meine kleine Alltagswelt hinausgeht, und ich fühle mich wohl, weil ich ihn trotzdem einstelle, einfach nur, weil mir danach ist, und weil ich mich nicht allzu sehr selbst zensieren will.]