Viel wird zu streichen sein

 

Wenn die Nudeln fertig sind, können wir essen. Vor dem Fenster liegt Schnee und auf den kahlen Bäumen sitzen Tauben. Schließlich fange auch ich an zu weinen. Das kommt unerwartet und bereitet meinen Feinden einen überraschenden Genuss. Genugtuung. So fängt die Versöhnung an. Erst das Schicksal, dann ich und zum Schluss die großen Leerstellen. Wenn man auf das Ende sieht, ist der Anfang schon halb vergessen.

 

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15 Gedanken zu “Viel wird zu streichen sein

  1. „Wenn man auf das Ende sieht, ist der Anfang schon halb vergessen. “
    Darüber werde ich anfangen zu denken, mal schauen was am Ende bleibt.

  2. nein diesmal nicht écriture automatique, obwohl im grunde nahezu alles was ich schreiben, ein bisschen auch écritrure automatique ist, das kam mir einfach so in den sinn, (kurz bevor die nudeln fertig waren) und weil ich immer ein kleines büchlein bei mir trage, schrieb ich es auf und dann, später, wollte ich es mit euch teilen.

  3. Ich mag das sehr. Vor allem auch den ersten Satz. So merkwürdig es auch klingt, er klingt sehr poetisch in meinen Ohren. Trage ich so viel irrationales in mir herum oder warum ergeben gerade solche Stücke so viel Sinn für mich? Was berührt es?
    Nach der Genugtuung kommt die Versöhnung. O ja, wie das stimmt!

  4. Gefällt mir auch sehr gut, vor allem der letzte Satz macht mich nachdenklich.

    Ist wahrscheinlich eine doofe Frage, aber was ist denn unter diesem „Écriture automatique“ zu verstehen? 😉

  5. … und warum habe ich das Gefühl, dass hier das Ende nicht im Sinne eines Weges oder Zieles gemeint ist, sondern das wirkliche Ende? Erst das Schicksal, dann ich, dann die Leerstellen … Leerstellen heißt für mich in meinem Kopf, der auch Persisch kann, dass jemand fort ist und der leere Platz vermisst wird (Das sagen wir so, wenn jemand nicht da ist: „Sein Platz ist leer“). Und wer sind die Feinde? Die Ängste, die kurz über die Person hier im Text gesiegt haben, indem sie sich so stark bemerkbar machten, dass sie weinen musste?

  6. ich ahne. ich glaube, zu verstehen, was du erzählst.
    danke für den input. ich werde wohl nächstens etwas ähnliches erleben. hoffentlich mit happyend.
    und mit doppelpunkt. mit leerstellen auch.

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