14 Gedanken zu “Gedankenfetzen mit Fragen bekleidet

  1. Vergebung ist, wenn man hinnimmt, was ist. Die Vergangenheit, sie ist schwer, denn sogar unsere Gene sind Vergangenheit, ein Skript, das unser Jetzt vorschreibt. So ist es auch mit den Erfahrungen und wie sie unsere Wahrnehmung beeinflusst. Die Brechung geht nur mit einer Amnesie, die Berechnung nur mit der Illusion der Berechenbarkeit.

    1. Liebe ist wenn man niemals um Vergebung bitten muss, diesen Satz aus einem sehr alten Liebesfilm, habe ich mir bis heute gemerkt. Und eigentlich besagt er ja nichts anderes, als das, was Du schreibst.
      Die Vergangenheit ist erst einmal neutral, schwer machen wir sie mit unseren Bewertungen, das erst verleiht ihr ihr jeweiliges spezifisches Gewicht.
      Und die Brechung geht auch mit einer Entwicklung. Das darf ich sagen, denn ich habe es erlebt.

      1. Das ist ein wunderschöner Satz. Weißt du, was ich mich frage? Muss man nicht um Vergebung bitten, weil man den anderen nicht vorsätzlich verletzt, wenn man liebt oder weil der/die Geliebte einem so oder so verzeihen würde, bzw. bedingungslos liebt? Oder beides?

  2. hm, ich kenn das gut … dieses fragen ohne wirklich antworten zu wollen. dieses warum ohne den mut, ein warum auch nicht? stehen lassen zu können. diese fragen machen uns wohl zu den menschen, die wir sind.

    sag mir, was du dich fragst, und ich sage dir, wer du bist. hm. antworten kann ich dir keine geben, obwohl mich jene von sherry ansprechen. ich denke, dass es dir auch nicht wirklich um antworten auf genau diese fragen hier geht … sie sind, so mein eindruck, synonyme für gedankenstraßen …

    fragen stellen ist so etwas wie ein existentielles bedürfnis für mich …

    dich in den tag entlassen – das kannst wohl nur du selbst?

  3. wieviel gewicht gebe ich vergangenheit? und wem mag ich vergeben… was?
    in mir eine art frieden zu finden ist ein weg… ein weg von vielen anderen möglichen.ich schrieb es schon oft, dieses kleine wort mit den zwei buchstaben hat so viiiiel kraft, es heißt JA.
    ja zu sagen zu dem was war und ist, das war und ist für mich heilung. mehr als alle warums, die mich davor trieben. brechung… als entwicklungsschritt, ja, das kann ich nachvollziehen.

    1. Dem kann ich mich gut anschließen, Li Ssi. Und vielleicht ergänzen: etwas vergeben oder verzeihen (anderen oder sich selbst), falls man wirklich bereit dafür ist, kann auch heilsam sein, und das muss nicht zwangsläufig bedeuten, etwas nur hinzunehmen. Das wäre dann eher eine Art der Resignation für mich.

      1. Das ist wahr. Wenn man bereit ist zu verzeihen, lässt man los, was einen belastet, beleidigt, geärgert, einem wehgetan etc. hat. Das empfinde ich als erleichternd. Je nach Schwere der Situation kann der Weg zum Verzeihen allerdings ein langer sein.

  4. völliger unsinn
    in der psyche eines seelischen dings da klimpert der verlust auf gütige weise um dem prozess wirkung zu verleihen
    bevor es den bach runtergeht zum staudamm zwischen den ohren
    auch das könnte erklären ,warum menschen doof sind
    mit ihrer rätzelhaften natur..

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