Geschützt: Glaubensbekenntnisse

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Die Fotografin

Es gibt diese Bilder und ihre Aussagen. Es gibt eine Vergangenheit und den Versuch, sie zu leugnen, um neu anfangen zu können. Es gibt Schritte. Es gibt eine Richtung und die Fragen, die nirgendwohin führen.

Etwas muss geschehen. Man kann unmöglich ständig Gedanken zur Strecke bringen, indem man beschreibt, wie sie sich ausbreiten und damit alles andere verhindern. Sie will nicht einmal Antworten. Nur, dass die Fragen aufhören. Wo kommst du her? Wo gehst du hin? Wie lange wirst du diesmal bleiben? Geht es dir gut? Bist du gesund?

Bevor sie das Haus verlässt hängt sie sich die Kamera um den Hals. Die Kamera ist alt und schwer, unhandlich und groß. Genau das Richtige, um aufzufallen und sich zu verstecken. Beides gleichzeitig. Die Kamera, das ist sie.

Ihre Bilder sind nicht besonders gut. Sie versteht nichts von der Technik. Sie versteht nicht, welche Rolle das Licht spielt, das manche Dinge eine lange Belichtungszeit brauchen und andere nicht. Sie knipst mit dieser wunderbaren Kamera hinter der sie fast verschwindet.

Sie verletzt die Zeit, die Natur, das Licht. Sie legt an und drückt ab. Sie erlegt die Bilder. Das was sie umgibt, diese „Wirklichkeit“ unterteilt sie in kleine Ausschnitte und friert sie ein. Sie vernichtet die Zeit, indem sie sie festhält. So wie der Krebs ihre Zellen vernichtet.