John Giorno über Elizabeth Peyton

„It looked like me, but more important […]“, schreibt John Giorno über ein Portrait, für das er Elizabeth Peyton Modell gesessen hat. In seinem Essay „Her Hand dipped in Wisdom“ erfährt der Leser nebenbei, dass Elizabeth bereits im Alter von vier Jahren angefangen hat, Portraits zu malen, z.B. Oder in welchem Zusammenhang sie Ideen und Handwerk sieht: „There´s an idea“, said Elizabeth, „that if you do something 10.000 times, something happens, and you begin to do it really well.“ In den  Gesprächen, die Giorno und Peyton vor und nach den Sitzungen geführt haben, wird auf eine andere Weise als in eigenen Zitaten und in ihren Bildern die Persönlichkeit Elizabeth Peytons sichtbar. Einer Frau, die in nahezu jedem, den sie zeichnet, einen Pop Star sieht. Auch zu Giorno soll sie zärtlich und sehr ernsthaft gesagt haben: „You´re a rock star.“ Es liegt an dieser Überzeugung, diesem Blick auf die Menschen, dass jede Person in jedem ihrer Bilder den Glanz und die Ausstrahlung eines Idols hat.

Eine Illusion in der Illusion in der Illusion, schreibt Giorno und schließt seinen Essay: „Even though Elizabeth and I really liked talking and exchanging ideas, our true communication was nonverbal, beyond conceptualizations, and the results were miraculous paintings, Ink washes, frail pencil lines, blurred charcoal, pale oil, and small, her paintings are of deities in an ever – expanding heaven world, and Elizabeth Peyton herself, is Sarasvati, goddess of painting, her hand dipped in wisdom.“ (John Giorno, „Her Hand dipped in Wisdom, 2008)

John Giorno, 2008, Oil on Board, Elizabeth Peyton