Diane Arbus

Diane Arbus schreibt Jonathan Green in seiner „Kritischen Geschichte der amerikanischen Fotografie“, sei vermutlich an einer „Überdosis an Bösem“ gestorben.

Arbus Tochter Doon sagt über ihre Mutter: „Wenn es in ihrem Werk irgendetwas Schockierendes gibt, dann ist es nicht das, was sie fotografiert, sondern wie sie die Dinge sieht und dieses Abenteuer visualisiert. Das Ganze ist ein Anschlag auf unsere selbstgefällige Blindheit gegenüber den eigentlichen Wundern um uns herum.“

1958 fragte Lisette Model Diane Arbus, was sie eigentlich fotografieren wolle und Arbus antwortete nach kurzem Zögern: „Das Böse.“ Gemeint hat sie weniger das Böse als das Verbotene.

„Die meisten Menschen“, hat Arbus einmal gesagt, „leben in permanenter Furcht vor einem traumatischen Erlebnis. Freaks werden mit einem Trauma geboren. Sie haben ihren Test im Leben längst bestanden. Sie sind Aristrokraten.“

Vom 21. Juni bis zum 24. September 2012 zeigt der Martin Gropius Bau in Berlin eine große Diane Arbus Retrospektive.

Patriotic young man, Diane Arbus