Aaron Siskind

Aaron Siskind

„Wenn ich eine Fotografie mache, will ich, daß dabei ein ganz und gar neues Objekt ensteht, ein Objekt vollständig und in sich geschlossen, dessen Grundbedingung Ordnung ist.“ (Aaron Siskind)

 

14 Gedanken zu “Aaron Siskind

  1. Ich sehe hier tatsächlich ein neuartiges Objekt, denn ich erkenne nicht, was er fotografiert hat. Aber die Grundbedingung „Ordnung“ finde ich nicht. Eher das Gegenteil: Strukturarmut. (Was nicht schlecht sein muss, aber dieses Bild hier hat für mich nur etwas diffus Bedrohliches, was bei längerem Hinschauen aber auch verschwindet) Weißt du, was das ist, was er da fotografiert hat?

  2. Ich finde es sieht aus wie Schatten, was er da fotografiert hat. Deine Beobachtungen im Zusammenhang mit seinem Zitat finde ich interessant. Die Frage ist ja, ob Ordnung etwas allgemeingültiges ist, oder ob nicht vielleicht jeder eigene Ordnungskriterien hat? Was ist dieser abstrakte Begriff Ordnung in diesem Zitat? Das habe ich mich von Anfang an gefragt.

  3. Sieht aus wie Packpapier, ein bisschen angeknüllt, mit verlaufenen Tintenflecken. Aber abgesehen davon, was es ursprünglich ist, ein sehr interessanter Ansatz. Und Ordnung ist in diesem Zusammenhang wahrscheinlich ein sehr individuell auslegbarer Begriff…

  4. Pagophila, ich glaube auch, dass es so gemeint ist, eine Ordnung, die sich von selbst ergibt, die die Dinge erfinden. Was mich immer wieder fasziniert, ist die Tatsache, dass Begriffe, von denen wir meinen sie sind absolut gesetzt, in bestimmten Zusammenhängen ihre Eindeutigkeit verlieren.

  5. dieses zitat – das könnte so ähnlich von mir stammen. 😉
    dein blog ist echt total spannend. es ist inspirierend, anregend – und vielseitig. so viele mützen aufs mal hab ich echt noch nie gesehen!
    auf wiederlesen – herzlich, d.

  6. Begriffe wie Zeit, Raum, Ordnung oder Liebe werden aus meiner Sicht doch immer jeweils von unserer subjektiven Vorstellung, die sich u.a. auch aus unseren Erfahrungen speist, „gefüllt“. Natürlich wünschen wir uns zur Verständigung untereinander immer so etwas wie eine „Eindeutigkeit“ oder „Absolutsetzung“ von Begriffen. Deshalb ist es ja vermutlich auch mitunter sehr schwer, den anderen zu begreifen, zu verstehen. Für mich ist der Begriff „normal“ oder „Normalität“ immer wieder so ein Beispiel, bei dem mir bewusst wird, dass es eindeutige Begriffe kaum geben kann.
    mb

  7. Nun, mit der Definition von Begriffen ist das so eine Sache. Und wie oft passiert es, dass man das gleiche sagt, aber völlig unterschiedliches meint. Das aber erst nach Jahren feststellt…
    Ganz unabhängig davon, finde ich das Bild sehr ordentlich. Oder großartig. Jedenfalls kann man sich wunderbar darin verlieren und entdeckt ständig neue Details, interpretiert bereits gesehenes neu. Sehr spannend.
    LG Michel

    1. gut zu wissen, wie Mueller es sieht ;-).. Was mich an diesem Bild fasziniert ist eine Sache, die mich ohnehin häufig an Fotografie fasziniert, diese Annäherung an die Malerie, das manche Fotos wie gezeichnet aussehen und dieses Foto ist eine Übersetzung der abstrakten Malerei (der ja durch die Fotografie der Weg gebahnt wurde) in die Fotografie. Ich freue mich, wenn ich das teilen kann.

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