Die Frage nach Luft, Landschaft und Vergebung

Die Frage nach Luft, Landschaft und Vergebung. Die Frage welche Zusammenhänge wir brauchen und was außerhalb der Zusammenhänge verloren geht.

Einer wird in der „Zeit“ gedruckt und nennt sich Dichter, während die Zeit ihn schon wieder vergißt. Einer lebt und denkt beinah ausschließlich über den Tod nach. Gibt ihm Namen und Gerüche und Farben. Betrachtet ihn als wäre er weitaus mehr als das Gegenteil von Geburt.

22 Gedanken zu “Die Frage nach Luft, Landschaft und Vergebung

  1. Vielleicht ist der Tod so etwas wie eine Geburt in eine andere Dimension. Stellt euch vor. So wie bei der Geburt eines Kindes. Geht er nicht auch durch einen Tunnel und sieht dann weißes Licht?

    1. Diese Parallele ist frappierend, oder? allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass diese Nahtoderfahrungen kulturell geprägt sind, also nicht überall kulturübergreifend gleich. Das relativiert das Ganze leider wieder etwas.

      1. Und ich habe genau das Gegenteil gehört. Dass das Grundschema das Selbe ist, und dass jede Kultur dann – wenn sie religiöse Bilder sieht – eben die Eigenen sieht. Was dann bedeuten würde, dass quasi jede Art des Glaubens völlig in Ordnung ist und zum Teil des Möglichen gehört. Aber was bei allen gleich zu sein scheint ist, dass geliebte verstorbene Menschen sie abholen und sie eine undefinierbare Liebe spüren. Ich bin ja nun nicht der unkritischste Mensch, aber ich glaube tatsächlich, da könnte etwas dran sein, zumal solche Nahtoderfahrungen biologisch keinen Sinn machen. Der Biologie geht es nicht um einen sanften Tod. Es geht um Effizienz und Ökonomie in allen anderen Bereichen. Also gehört ein Körper im Grunde sofort abgeschaltet, wenn es dem Tode geweiht ist und nicht noch sanft durch Neurotransmittersysteme in den Tod geführt. Und was noch interessant ist: Viele meinen ja, durch den Kurzschluss und durch die Entladung der Neuronen würde man dann sein ganzes Leben sehen und eben das weiße Licht. Das ist total unrealistisch. Bei einer wilden Entladung elektronischer und chemischer neuronaler Aktivität würden keine logischen Bilder erfolgen, die man erfassen kann, sondern eine Art Gedankenkauderwelsch, den man gar nicht mehr das Attribut „Gedanken“ geben könnte…

        Es bleibt ein Geheimnis, aber meiner Erfahrung nach mit Nahtodpatienten ist: Da geht nochwas. *lach*

  2. Das Problem des lebenden Todesfixierten ist wohl vor allem, sein eigener Wunsch nach Vernichtung. Denn das er glaubt, es käme etwas danach, ist eher unwahrscheinlich. Die Antwort wird er aber im Tod nicht mehr finden können. Dann ist er einfach nicht Und wo niemand ist, gibt es keine Fragen.
    Vielleicht wird ihm das eines Tages klar und sein Interesse wendet sich dem Warum zu und beendet damit seine Obsession.
    [Das Wortspiel mit der Zeit, hat mir übrigens sehr gut gefallen!]
    Liebe Grüße
    Miriam

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