Schicksal

  

Kann man an das Schicksal glauben und Joan Didion lesen?

Was überhaupt meint Schicksal?

Geschick, schicken, sehr viel mehr finde ich nicht im etymologischen Wörterbuch, das mir sonst schon aus mancher Denksackgasse geholfen hat.

Ist das Schicksal? Oder Zufall? Ist Schicksal das Gegenteil von Zufall?

Besteht Schicksal darin, jeden Zufall als vorherbestimmt anzusehen. Als etwas, das uns von vornherein bestimmt war?

Und wenn uns Entwicklung bestimmt war, dann findet sie eben durch diese schicksalhaften Zufälle statt?

Und was man dann mit dem Zufall macht, ob man ihn als schicksalhaft gegeben hinnimmt, oder ihn als Zufall bekämpft oder missachtet, ist das Schicksal oder Charakter?

Kann man an das Schicksal glauben und ein Leben führen, oder muss man sich dann führen lassen? Oder ist es am Ende immer eine Frage der Definition, ob ich die Ereignisse, die mir zustoßen, Schicksal nenne, oder Zufall?

 

Ich glaube an beides. Ich glaube an Zufälle und an das Schicksal. Ich glaube, dass jedem von uns rein zufällig Dinge zustoßen und dass doch jeder von uns sein eigenes, kaum abänderliches, weil von ihm und seinem Charakter bestimmtes, Schicksal hat.

La Luna

Wir glauben nicht an den Mann im Mond. Man sagt uns, wenn ihr nicht an ihn glaubt, glaubt ihr nicht an das Glück. Wir würden gerne an das Glück glauben. Auch wir möchten eine Hoffnung hegen, bevor wir enttäuscht werden, aber jede Nacht erscheint uns die Frau, die mit ihrer Eitelkeit den Mann im Mond vertrieben hat. Und mit ihm, unsere Hoffnung auf Glück.