Wir erzählen uns Geschichten

Wir erzählen uns. Aber nicht die Wahrheit. Nicht einmal die Wirklichkeit. Vielleicht weil wir diese Einsicht im Moment des Erzählens nicht haben. Vielleicht auch, weil wir letztendlich immer gezwungen sind, die von uns erzählten Geschichten selbst anzuhören und uns bewundern wollen. Stolz auf uns sein, oder wenigstens den Eindruck vermitteln, Mitleid zu verdienen. Wir werben (auch bei uns selbst) um Verständnis, nicht um Verstehen, um Einsicht, die womöglich Konsequenzen haben könnte, Schritte nach sich ziehen würde, während wir auf unserem Standpunkt beharren und damit auf unserem Recht, zu stehen und stehen zu bleiben.